Facebook is tot – es lebe Facebook!

Facebook Statistiken Foto Gerd Altmann PixabayFacebook ist ein Dinosaurier. Im Prinzip schon tot, mindestens vom Aussterben bedroht. Junge Leute wandern ab. Text ist out, Foto ist out, Bewegtbild ist hip. Angesagte Influencer tummeln sich auf YouTube und Instagram. Facebook ist was für reaktionäre Ü40er. Zack!

Manchmal fühlt man sich als Werbetreibender in Facebook irgendwie alt, verstaubt, nicht mehr up-to-date. Da hat man gerade erst die unendlichen Weiten des Social-Media Weltraumes rund um die Facebook-Galaxie erforscht und kapiert, und dann soll das alles schon wieder in die Mottenkiste? Schauen wir doch mal genauer hin. Betrachten wir ein paar aktuelle Zahlen und Fakten. Umfangreiche aktuelle und einfach aufgearbeitete Zahlen und Fakten rund um die digitale Welt gibt es übrigens bei datareportal.com.


Das Internet dringt in die letzten entlegenen Winkel Deutschlands vor. Praktisch gibt es niemanden mehr, der das Netz nicht nutzt. Und knapp die Hälfte aller Internet-Nutzer ist in irgendeinem sozialen Netzwerk aktiv. Und der online Rubel rollt ebenfalls immer geschmeidiger. Die Deutschen haben ihre anfängliche Scheu abgelegt, im Internet einzukaufen. Man fühlt sich sicher und greift herzhaft ins Portemonnaie. Schon knapp über 1000,- Euro gibt der durchschnittliche Deutsche jährlich online aus. Tendenz weiter steigend.

diedigitale facebook statistik kaufkraft online shopping 1@3x

Good News also für jene, die die Menschen im Netz mit ihrer Botschaft erreichen wollen: Social Media ist definitiv eine Option. Aber gehört Facebook (noch) dazu? Schauen wir auf weltweite Nutzerzahlen der großen sozialen Netzwerke und auf prozentuale Anteile in Deutschland: Facebook ist nach wie vor Branchenprimus weltweit. Und auch wenn Instagram bei den Kids beliebter wird, kommt der Dienst dennoch nicht einmal ansatzweise an die Zahlen von Facebook heran.

diedigitale facebook statistik reichweite nutzerzahlen

Vergessen wir auch eines nicht: Die Kids von heute sind die Eltern von morgen. Es mag sein, dass unter dem Strich Formate, die weniger textlastig und stärker bebildert sind, an Bedeutung gewinnen. Ob seriöse Information aber in der Zukunft ohne Buchstaben, Worte und Sätze auskommen kann, ist zu bezweifeln. Das Twitter Netzwerk hat sich nie entscheidend durchsetzen können. Auch deshalb, weil man in seinerzeit 160 Zeichen oft keine profunden Informationen verpacken kann. Vor einiger Zeit hat man dort deshalb die engen Grenzen für allzu kurzes Gezwitscher aufgebrochen. Facebook bedient mehrere Welten, das kann dazu führen, dass das Netzwerk mittelfristig den längeren Atem hat. Gegenwärtig auf das Medium Facebook nicht weiter zu setzen, weil angeblich die Generation Z nichts mehr mit ihm am Hut hat, ist kurzsichtig.

Es bleibt spannend und wir von diedigitale bleiben für euch am Ball.

 

Titelfoto: Gerd Altmann/Pixabay. Grafiken: diedigitale

 

Diogenes Albers
Der Autor
Diogenes Albers
diogenes.albers@diedigitale.io

Journalist, staunender Philosoph, Andersdenker. Mediengestalter und kreativer Texter bei DIEDIGITALE. "Die digitale Welt ist ein starkes Stück menschlicher Evolution. Sie erfordert eine radikal neue Denkweise. Stellen wir uns der Herausforderung mit Optimismus und offenen Sinnen, dann finden wir auch erstaunliche Antworten, Ideen und Lösungen für alle modernen Probleme."